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Gesellschaft & Geschichten

Nerelisin? – Woher kommst du? Teil 2

In unserem zweiten Teil der Serie „Nerelisin? – Woher kommst du?“ geht es weiter mit unseren klischeegeladenen Sprüchen. In unserem letzten Beitrag stellten wir euch die Städte Eskişehir, Edirne, Sivas, Giresun und Mardin vor. Nun müssen fünf weitere Städte daran glauben, über die wir so gut wie nur negative Sprüche gefunden haben. Warum nur? Wir machen weiter mit Kayseri, Bursa, Çorum, Kastamonu und Urfa.

38 – Kayseri

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„Kayserililer kurnaz, cimri, paragöz, pinti ve uyanık olurlar.“
„Annesini boyayıp, babasına satarlar.“
Zu Deutsch: „Die Leute aus Kayseri sind schlau, geizig, geldgierig, knauserig und gewieft.“ und „Sie würden ihre eigene Mutter anmalen und an den eigenen Vater verkaufen.“

Über die Menschen aus dem wunderschönen Kappadokien haben wir leider nur diese negativen Sprüche gehört. Gibt es auch positive Verallgemeinerungen? Vielleicht etwas zur türkischen Fleischdelikatesse Pastırma, die ja in Kayseri am besten sein soll? Darüber würde man sich freuen.

16 – Bursa

„Bursalı erkek mi? Top mu?“
Zu Deutsch: „Ist ein Mann aus Bursa ein ‚echter‘ Mann oder schwul?“

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Die Männer aus Bursa müssen sich stets diese Frage anhören und sich ansehen, wie die meisten Fragenden den Daumen und Zeigefinder zu einem Kreis formieren, das Zeichen für Homosexualität in der Türkei. Entstanden ist diese Annahme, weil die Männer aus Bursa meistens sehr gepflegt sind. Dass die Körperhygiene den Bewohnern dieser Stadt schon immer wichtig war, beweisen die unzähligen Hamams (Thermalquellen). Bekannt ist die Stadt vor allem für die Ulu Moschee und den İskender Kebab (Alexander Kebap). In der Vergangenheit wurde sie aufgrund der schönen Natur „yeşil Bursa“ (grünes Bursa) genannt.

19 – Çorum

„Çorumlunun yaptığını kimse yapmaz.“
Zu Deutsch: „Das, was der Mensch aus Çorum macht, macht sonst niemand.“

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Die Stadt liegt in der anatolischen Schwarzmeer-Region und ist bekannt für ihre Kichererbsen. Wieso es solch einen Spruch über diese Stadt gibt, wissen wir leider nicht. Habt ihr Ideen?

37 – Kastamonu

„Taş düşebilir, ayı çıkabilir.“
Zu Deutsch: „Ein Stein kann herunterfallen, ein Bär herauskommen.“

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Dieser Spruch steht wohl auch auf einer Tafel in der Stadt, die an der Schwarzmeerküste im Pontischen Gebirge liegt. Das türkische Wort für Bär „ayı“ wird meist als Schimpfwort für Männer benutzt, die unsensibel und rücksichtslos sind. Sind die Männer dort tatsächlich Bären oder eher Teddy-Bären?

63 – Şanlıurfa

„Urfa’nın acısı ve tatlısı.“
Zu Deutsch: „Die Schärfe und die Süße von Urfa.“

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Urfa bekam nach den Befreiungskriegen den Beinamen „Şanlı“, weil die Stadt eine ruhmreiche Rolle bei dem Sieg spielte. Bekannt ist die Stadt unter anderem für ihr scharfes Essen, aber bei diesem Spruch geht es wieder um Männer, die mal dominant und mal charmant sein können.

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