„Na, Süße, geile Beine hast du!“

Das Counterspeechquartett - Summer Edition

Ein Kartenspiel liegt aufgedeckt auf dem Tisch. Besonders heraussticht ein Herz-Ass in der Mitte.
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Im Sommer als FLINTA Person draußen unterwegs zu sein, ist Grund genug, sich die Badetasche mit ordentlich Kontersprüchen vollzuhauen. Denn es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendjemand etwas zu deinem Körper oder deinen Entscheidungen zu sagen hat.

Also, Let’s go to the beach und lasst uns gemeinsam gegen Catcaller und Körperhaar-Shamer kontern.

Konter: Zuerst einmal: Du musst überhaupt nicht kontern! Du darfst dich auch einfach in Sicherheit bringen und das Catcallen ignorieren. Wenn du dich aber sicher fühlst, gibt es einige Methoden:

 1. Zurückpfeifen

 2. Direkt ansprechen: Hey, das ist sexuelle Belästigung!

 3. Hilfe holen/aktiv werden, es gibt z.B. in vielen Städten Instagram-Accounts wie „catcallsofmuc“ in München. Denen kannst du schreiben, wo und wie   du belästigt wurdest. Die Aktivist:innen schreiben die Belästigung mit Kreide an den Tatort und veröffentlichen ein Bild davon auf Instagram. So  bekommt die Öffentlichkeit das Catcalling mit.

 

Konter: Und wie halten es die Männer im Anzug aus? Oder die Frau da drüben in Leggins? Es gibt viele Möglichkeiten für muslimische Frauen, die sich konservativer kleiden, sich an die Temperaturen anzupassen, es gibt viele verschiedene Stoffe und Kleidungsstücke. Und es ist schließlich ihre eigene Entscheidung, ob und wie sie mit der Hitze umgehen möchte oder ob sie die Hitze überhaupt als so schlimm empfindet.

 

 

 

 

 

Konter: Falls du einen solchen Kommentar mitbekommst, aber nicht selbst gemeint bist, kannst du die Fatshamerin auf ihr Fehlverhalten hinweisen. Oder der betroffenen Person ein ernst gemeintes Kompliment für ihr Kleid o.ä. machen, um der Fatshamerin ihre eigene Gemeinheit vor Augen zu führen.

Falls du selbst betroffen bist, kannst du ebenfalls das Verhalten outcallen. Du kannst aber auch selbstbewusst fordern, dass die Person leise sein soll, weil du dich schön und wohl fühlst. Fatshamer*innen sind gemeine Kreaturen und es ist verständlich, wenn du dich schlecht fühlst nach solchen Kommentaren. Falls deine Gefühle dazu überhandnehmen, suche dir bitte Hilfe.

 

 

Konter: Direkt unmatchen! Du solltest auf jeden Fall deine Meinung kundtun. Egal, aus welchen Gründen du den haarigen Look trägst, den Rasierer kann er gleich wieder einpacken. Du darfst tragen, was du willst, Haare sind absolut natürlich -sogar trendy seit ein paar Jahren!- und je nachdem, auf welche Körperhaare er dich hinweist, ist seine Aussage vielleicht sogar rassistisch. “Ich finde, du hast kein Recht dich über meine Haare zu äußern.”



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