DAS MAGAZIN ENDET. UNSER ENGAGEMENT NICHT!

Heute wäre das renk. Magazin
13 Jahre alt geworden.
13 Jahre ehrenamtliche Arbeit.
13 Jahre Geschichten.
13 Jahre Gemeinschaft.
Dieses Kapitel endet. Neue beginnen.

Ein persönliches Statement von Melisa Karakuş

Nach dreizehn Jahren endet unsere gemeinsame Reise mit renk.

Was als Bachelorarbeit begann, wurde für viele ein Stück Identität. Für mich. Für euch. Für uns alle. Ein sicherer Ort, ein kreativer Raum, in dem wir nicht gefragt wurden: Bist du deutsch oder türkisch?
Sondern in dem die Antwort war: Ich bin ich. Und das reicht.

renk. war nie eine Entscheidung zwischen zwei Seiten – sondern die Bank dazwischen, auf der wir gemeinsam Platz gefunden haben. Auf der wir gerutscht, gewachsen und angekommen sind.

Wir haben Kunst, Kultur und Identität sichtbar gemacht. Perspektiven gezeigt, die es noch nicht im Mainstream gab. Als Begriffe wie woke oder white fragility noch keine Buzzwords waren und die Gesellschaft noch “Multikulti” war, haben wir schon aufgeklärt. Ohne akademische Schutzschirme.

Mit Herz, Haltung und Haltungsschäden.

Aus einer Idee wurde ein Team von über 40 Menschen. Daraus wurden Kampagnen, Podcasts, Printmagazine, Rakı-Dinner, Events, Begegnungen. Wir haben (fast) alles gemacht.

Und doch kommt irgendwann der Moment, an dem man innehält und fragt: Was jetzt?

Aber keine Sorge – wir löschen nichts. Unsere Inhalte bleiben online. Die letzten Print-Exemplare findet ihr noch im Shop. Und der Verein renk. e.V. bleibt bestehen – mit neuer Webseite und neuer Perspektive.

🔗 www.renk-verein.de

Denn:
Dachtet ihr wirklich, wir hören einfach auf?
Nicht in dieser Lage. Nicht in dieser Gesellschaft. Nicht mit dem, was wir über die Jahre gelernt und aufgebaut haben.

Wir bleiben. Und wir bleiben laut. Nur auf neuen Wegen.

Denn neben der Magazin-Arbeit ist in all den Jahren noch etwas gewachsen: unsere Vereinsarbeit. Aus aktivistischer Energie wurde Schritt für Schritt strukturelle Kraft. Aus einem kreativen Projekt wurde eine Organisation, die heute mehr sein kann als ein Magazin.

Wir gehen zurück zu dem, was uns immer getragen hat: Engagement. Ehrenamt. Zusammenhalt.

Denn das war von Anfang an der Kern von renk.: Menschen mit unterschiedlichen Geschichten, Sprachen, Lebensrealitäten – die gemeinsam etwas erschaffen haben.

 

Unser neues Projekt heißt engagiertes.berlin.

Hier wollen wir zeigen, wie jung, divers und kraftvoll freiwilliges Engagement in Berlin ist – und wie es noch mehr werden kann.

Wir wollen nicht nur Geschichten erzählen, sondern Strukturen stärken. Wir wollen Initiativen begleiten, vernetzen und unterstützen – damit Engagement nicht bei Einzelnen hängen bleibt, sondern langfristig Wirkung entfalten kann.

Wir geben Orientierung:

Wo gibt es Fördermittel?
Wo Beratung?
Wo Räume?

Denn wir glauben: Gesellschaftliche Veränderung beginnt beim ersten Atemzug einer Initiative – und wir wollen diesen Moment begleiten. engagiertes.berlin ist unser Beitrag für ein nachhaltigeres, gerechteres Miteinander.

Und wir spüren: Wir sind auf dem Weg, damit zu einer wichtigen Akteurin in der Berliner Engagement-Szene zu werden. Vielleicht auch bald über Berlin hinaus.

Wir freuen uns, wenn ihr mitkommt. Wenn ihr teilt, unterstützt, weitertragt.

Mit einem weinenden Auge verabschieden wir uns von dem Projekt renk. Magazin.
Mit einem lachenden nehmen wir das Neue in Angriff.

Danke, dass ihr all die Jahre da wart. Uns gelesen, gehört, gefühlt habt.

Wir lieben euch.
Melisa Karakuş
und das gesamte, dankbare renk.-Team