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Gesellschaft & Geschichten

Das türkische Kinderfest

Şeyda erklärt die Geschichte des Feiertags
Ach so!

„Çocuklarɪmɪz geleceğimizdir.“ – „Unsere Kinder sind unsere Zukunft.“
Mit diesem Satz widmete der Gründer der Türkischen Republik Mustafa Kemal Atatürk den 23. April allen Kindern. Der Grundgedanke dabei war, dass die ersten Schritte in eine Demokratie und die Bedeutung der Kinder direkt zusammenhängen. Denn umso mehr Aufmerksamkeit den Kindern geschenkt wird, je eher können sie ihre Potentiale entdecken. In solch einem Staat sollen Kinder ein liberales und tolerantes Miteinander erleben, das sie für die Zukunft prägt. So die Vorstellung Atatürks für die Zukunft der Republik vor 96 Jahren. An diesem Tag wird auch der Eröffnung der Nationalversammlung sowie der Konstitution des ersten freien Parlaments 1920 gedacht.

Frieden im Land, Frieden auf der Welt

An diesem Feiertag sollen Kinder aus verschiedenen Ländern, Religionen und Ethnien zusammenkommen, um voneinander zu lernen. In der Begegnung mit Kindern aus anderen Ländern soll ein kultureller Austausch und eine tolerante Haltung angeregt werden. Gemeinsam präsentieren die Kinder unter dem Motto „Frieden im Land, Frieden auf der Welt“ ihre landestypischen Tänze zur Heimatmusik in traditionellen Kostümen. Das ganze Programm konnte man 2016 noch live beim türkischen Fernsehsender TRT mitverfolgen.

Auf einigen großen Hauptplätzen der Städte werden Feierlichkeiten für Kinder veranstaltet. Schulklassen und Vereine bereiten sich Monate vorher auf dieses Event vor. Hier können Kinder ihr künstlerisches Talent beim Singen, Tanzen oder Schauspielern zur Schau stellen. Um den Teamgeist zu fördern, finden an dem Tag ebenso Sportwettbewerbe statt.

In Deutschland ist der Tag unter dem Namen „Internationaler Kindertag“ am 1. Juni bekannt. Am Brandenburger Tor in Berlin wurde seit dem Jahr 2000 das Kinderfest mit einem Kultur- und Musikprogramm veranstaltet. Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt in den letzten zwei Jahren den Antrag für ein Fest jedoch abgelehnt. Das ist aber kein Grund nicht zu feiern. Viele Vereine veranstalten eigene, lokale Feste in ihren Vierteln und erfreuen so die Kids.

 

Text: Nur Şeyda Kapsɪz
Titelbild: Shutterstock

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