Top 10 in Kappadokien

Tipps für eure Reise

Heißluftballon
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Jeder Reiseliebhaber sollte Kappadokien auf seine To-Do-Reise-Liste notieren. Die Landschaft in Zentralanatolien in der Türkei gehört zu dem schönsten und atemberaubenden Kulturerbe der Welt. Die einzigartige Höhlenarchitektur, unterirdische Städte, zauberhafte Feenkamine, eine abenteuerliche Heißluftballonfahrt, das Reiten im Valley und eine schmackhafte Weinprobe sollte man sich nicht entgehen lassen.

Über Kappadokien

1. Die Region

Kappadokien ist eine Region in Zentralanatolien und wurde 1985 zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt. Und das aus gutem Grund: Vor Millionen von Jahren brachen hier Vulkane aus. Die dicke Schicht aus Asche bedeckte die Gegend, die sich im Laufe der Jahre zu Tuff verfestigte. Da Tuff zuerst sehr weich ist, konnten Wind und Wasser die märchenhafte Landschaft formen. Die Häuser in Form von Zuckerhüten, die Feenkamine genannt werden, wurden wahrhaftig noch von Höhlenmenschen erbaut, die sich hier einst ihr Zuhause formten. Die einzigartige Landschaft kommt fast wie eine Filmkulisse eines kunstvolles Märchenlands daher.

Kappadokien Felsen

2. Unterkunft in Höhlen

Touristenscheu sollte man hier nicht sein, denn die kriechen aus allen Höhlenlöchern heraus. Mittlerweile wurden die Höhlen zu Cave-Hotels oder Hostels umgestaltet, sodass man in jeder Preisklasse eine Herberge finden kann. Die alteingesessenen Bewohner profitieren auch davon und vermieten ihre Wohnungen häufig über AirBnb. Kleiner Hinweis: In den Cave-Hotels muss man damit rechnen, dass es von der Decke staubt.

3. Wandern im Valley

Ihr wollt euch ein bisschen wie im Grand Canyon fühlen? Dann ist ein Wandern im Rose Valley, Meskendir Valley oder Red Valley ein Muss. Wundert euch nicht, wenn ihr euch beim Hiking plötzlich in einer Kunstoase befindet. In einer Nische des Rose Valley hat sich das holländisch-türkische Künstlerpaar Charlot und Yılmaz gemütlich künstlerisch eingerichtet und verkaufen nebenbei ihre Kunstwerke.

Falls ihr Schluchten besonders faszinierend findet, im Ihlara Valley findet ihr einige, die bis zu 150 Meter tief sind. Hier ist dann besondere Vorsicht geboten, denn es herrscht Rutschgefahr.

Open Air Gallery im Rose Valley

4. Heißluftballonfahrt

Der Klassiker in dieser Region. Traut ihr euch im Heißluftballon über Kappadokien zu schweben? Lasst die Höhenangst hinter euch, denn dieses unvergessliche luftige Erlebnis sollte sich niemand entgehen lassen. Auch wenn man dafür morgens um 4 Uhr aufstehen und dann abwarten muss, wie die Wetterbedingungen sind, lohnt es sich für die spektakuläre Sicht allemal. Falls man nicht schwindelfrei ist, sollte man vielleicht doch lieber unten bleiben und den Heißluftballons aus der Ferne zuwinken, denn es geht über ganz Kappadokien für zwei Stunden hoch hinaus. Eine Fahrt kostet rund 150,- Euro. Bei der Buchung ist darauf zu achten, dass man nicht bei irgendeiner Agentur bucht. Bei www.istanbulballoons.com ist man zum Beispiel auf der richtigen Seite.

Hier hängen sie sogar an den Bäumen

Gleich gehts hoch hinaus

Heißluftballons heben ab

5. Reiten

Neben dem Wandern in den Valleys gehört das Reiten auf die Must-To-Do-Liste in Kappadokien. Ob man nun Anfänger oder fortgeschrittener Reiter ist, es gibt für jeden den passenden Reit-Trip. Um im Labyrinth im Valley nicht verloren zu gehen, wird man von einem Experten begleitet, der euch durch die faszinierende Berglandschaft führt. Eine Stunde kostet bei www.cemalranch.com etwa 75 Türkische Lire.

6. Die berühmten Feenkamine

Die hutähnlichen Gesteine nennt man in Kappadokien „peribacaları“ – Feenkamine. Die schönsten Feenkamine kann man in Paşabağı, Uçhisar, Göreme oder Zelve betrachten. Vor ca. 20 Millionen Jahren sammelten sich nach den Vulkanausbrüchen Asche, Staub und Gestein in dieser Region, die sich durch Wind- und Wassererosionen zu Tuffgestein formten und somit die heutigen Feenkamine herausbildeten, die bis zu 30 Meter hoch sind. Wenn man genau hinschaut, erkennt man Ähnlichkeiten mit Spargelstangen.

Vor ungefähr 7500 Jahren vor Christus haben hier die Menschen die ersten Höhlen in die Felsen geschlagen, die in den nachkommenden Jahrzehnten viele unterschiedliche Völker beherbergt haben. Die ersten Christen in Byzanz haben sich hier niedergelassen und ihre Höhlenkirchen gebaut. Da unter der Herrschaft der Römer Christen anfänglich verfolgt wurden, versteckten sich viele in den unterirdischen Städten.

Feenkamine

7. Die Unterwelten Kappadokiens

Erst vor wenigen Jahren wurden die ersten Unterwelten in Kappadokien freigelegt. Die größten Höhlen mit ihren unzähligen Schichten und Verstecken befinden sich in den Städten Kaymaklı und Derinkuyu. Die Größe dieser Städte sind enorm. Solche Ausmaße sind nicht vergleichbar mit den unterirdischen Städten in Europa oder anderswo. Die Suche der Archäologen ist aber bei Weitem nicht beendet. Sie gehen davon aus, dass sich in dieser Region mehr als 60 Unterstädte befinden. Der Eintritt in Kaymaklı kostet etwa 20 Türkische Lira. Falls man unter Klaustrophobie leidet, sollte man doch lieber oben bleiben.

Valley

8. Nationalpark

Die berühmteste Stadt in Kappadokien ist Göreme. Das Wort stammt vom Verb „görmek“, zu Deutsch „sehen“ ab und initiiert damit, dass diese Stadt unbedingt gesehen werden muss. Gleichzeitig ist sie auch ein Nationalpark mit einer atemberaubenden Höhlenarchitektur und einem Open Air Museum. Der Eintritt kostet 25 Türkische Lira. Dort befinden sich diverse Höhlenkirchen mit Fresken und in Felsen eingebettete Wohnräume, die einst genutzt worden sind.

9. Weinprobe

Am Ende eures Trips könnt ihr euch noch einen genüsslichen Abend im Weinkeller gönnen. Das Rose Valley ist sehr bekannt für seinen Weinanbau. Dieser geht bis in die Epoche der Byzantiner zurück, die sogar ihre Kirchen „Weinkirchen“ tauften. Bei eurem Besuch in Kappadokien werden euch sicher einige dieser Kirchen begegnen. Prost!

Weinkeller
Weinkeller

10. Sonnenuntergang

Keineswegs solltet ihr euch den Sonnenuntergang in Kappadokien entgehen lassen. Auf unterschiedlichen Hügeln tummeln sich am Ende des Tages viele Leute mit ihren Getränken und genießen nun noch den abendrötlichen Sonnenuntergang. Falls ihr am Ende des Wandern in Çavuşin ankommt oder ihr euch in Göreme befindet, dann dürft ihr dieses Spektakel nicht verpassen.

Fotos: Nur Şeyda Kapsız

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