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Musik & Tanz

Legenden am Sonntag – Teil 2

Im zweiten Teil unserer Reihe türkischer Legenden widmen wir uns drei großartigen MusikerInnen.
Ahmet Kaya, der sich aus ärmlichen Verhältnissen bis an die Spitze gekämpft hat, Ajda Pekkan, das Popsternchen schlechthin und Baris Manço – Alfred Biolek gefällt das 🙂

Ahmet Kaya

Er wuchs als Sohn eines Textilarbeiters in ärmlichen Verhältnissen auf. Dennoch bekam er als Kind von seinem Vater eine Bağlama (Saz) geschenkt. Damit begann Ahmets Leidenschaft für die Musik.

Als junger Mann zog er für eineinhalb Jahre nach Köln, hielt es aber nicht lange aus und ging zurück in die Türkei, nach Istanbul. Ohne Schulabschluss arbeitete er dort eine Weile als Taxifahrer. In Istanbul kam er mit linken Vereinen in Berührung. Er wurde Marxist und Kommunist, bezog außerdem Stellung zu Missständen im Südosten der Türkei. Während seines Militärdienstes spielte er bereits in einer Band.

1985 veröffentlichte er dann sein erstes Album „Ağlama Beneğim“, daraufhin folgten mehrere sehr erfolgreiche und beliebte Alben. Seine Songtexte waren anfangs recht politisch. Sein Markenzeichen war damals schon seine tiefe, bassige und melancholische Stimme.
Ahmet Kaya wurde dafür angefeindet, auch auf Kurdisch singen zu wollen:

„Ben bin yıldır bir arada yaşayan Türk ve Kürt halklarının kardeş olduğunu, binlerce yıl daha bir arada yaşayacağına ve yaşaması gerektiğine inandığımı her yerde söyledim.“ / „Ich gab überall und immer kund, dass ich daran glaube, dass Türken und Kurden tausend Jahre friedlich zusammenleben, und dass dies auch Tausende Jahre so fortbestehen wird.“

Kurz darauf ging er 1999 ins Exil nach Paris und verstarb bereits 2000 an einem Herzinfarkt. Er wurde auf dem Friedhof Père Lachaise beigesetzt, auf dem auch Yılmaz Güney und viele andere berühmte Persönlichkeiten ruhen.

Ajda Pekkan

Sie ist eine echte Pop-Legende der Türkei! Die heute 73-jährige wuchs in Gölcük auf, wo ihr Vater als Marineoffizier stationiert war.

Sie trat Anfang der 60er Jahre im berühmten Istanbuler Club „Çatı“ auf. Ihre auffällig gute Stimme verhalf ihr 1963 den Schauspielwettbewerb „Ses“ zu gewinnen und so begann ihre Karriere. Das 1977 erschienene Album „Süperstar“ brachte ihr den endgültigen Platz am türkischen Pop-Sternenhimmel. Immer wieder spielte sie jedoch auch kleinere Rollen in Filmen und Serien.

Die Grande Dame des türkischen Pop ist bis heute mit ihrer Musik auf dem Markt. Ajda Pekkan setzt sich außerdem in ihrer Freizeit für Tierrechte ein und ist in verschiedenen Tierschutzorganisationen aktiv.

Barış Manço

Alfred Biolek hatte im Jahr 1982 einen außergewöhnlichen Gast in seiner Sendung „Bios Bahnhof“. Ein Gast, der fünf Sprachen beherrschte, mit offenen und schulterlangen Haaren, hinter ihm die Mitglieder seiner Band Kurtalan Express in den buntesten Outfits. Er spielte seinen Superhit „Hal Hal“.
Barış Manço brach mit Konventionen und brachte so als einer der ersten die westliche und die östliche Welt musikalisch zusammen. 1943 in Istanbul geboren, begann er seine musikalische Karriere in Belgien an der Akademie der Schönen Künste. Einflüsse der westlichen Kultur brachten ihn immer wieder dazu, neue Sounds auszuprobieren. Mit den Jahren etablierte er den für ihn typischen Stil – psychedelische Gitarrensolos; Sounds, die mit Synthesizern und Soundeffekten futuristisch klangen.

Am 1. Februar 1999 verstarb Barış Manço plötzlich und unerwartet. Tausende von Menschen auf den Straßen Istanbuls wie auch Türken in Deutschland und Europa trafen sich, um seiner zu gedenken. Sein vielfältiges Erbe als einer wichtigsten Künstler, der die Pop-Musik der Türkei geprägt hat, bleibt hingegen. Übrigens: Barış heißt übersetzt Frieden.

Im nächsten Teil der Reihe stellen wir euch vier weitere heausragende KünstlerInnen vor. Das nimmt kein Ende..

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