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Bühne & Schauspiel

Kurz, ironisch und witzig: Schweinemilch

Ein Kurzfilm, der Ironie, Witz, Klischees und Vorurteile in zwanzig Minuten aufzeigt, ist beeindruckend. Basiert der Film zudem auch noch auf einer wahren Begebenheit, so wird der Zuschauer umso mehr in dieser kurzen Zeit gefesselt. „Schweinemilch“ ist eine Komödie, in der die aufregendsten ersten Stunden der drei türkischen Gastarbeiter Ümmet, Erol und Mehmet erzählt werden.

Im Rahmen der 65. Berlinale veranstaltete das Studio R des Maxim Gorki Theaters am 12. Februar 2015 die Premierenaufführung des Kurzfilms „Schweinemilch“ von Neco Çelik. Im Anschluss an die 20-minütige Vorführung folgte ein Gespräch mit dem Regisseur Çelik und der Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan. Die Moderation übernahm Ali Aslan.

Die drei Freunde aus der Türkei kommen im regnerischen Deutschland an und entdecken in ihrem Wohnheimzimmer „Domuz sütü“ (dt. Schweinemilch). Die aufregenden ersten Stunden in dem unbekannten „Alamanya“ (dt. Deutschland) beginnen.

Dass diese Stunden aber in ihrem neuen Zuhause voller Dramatik und Missverständnisse gefüllt sind, ahnen sie vorher nicht. Doch das triste, kalte und nasse Wetter kündigt das gewisses »Nicht-Willkommensein« bereits an. Dieses Gefühl wird verstärkt, als sie dem biertrinkenden und unfreundlichen Gastwirt mit all den hängenden Schweineköpfen in der Stube und dem grimmigen Hausmeister des Wohnheims begegnen.

Die einzige, freundliche Deutsche ist Lena, gespielt von Vivien Bullert. Obwohl sie vorher davon ausgeht, dass sie Italiener vor sich hat, bleibt sie weiterhin offen für die Neuen aus der Türkei. Ihre liebenswürdige Art lässt sogar die Herzen von Ümmet (Murat Dikenci), Erol (İrfan Kars) und Mehmet (Uĝur Polat) höher schlagen. Doch die Flasche Milch lenkt die jungen Türken von ihr ab. Für sie ist die Milch eindeutig von den Schweinen, die sie auf keinen Fall trinken möchten. Aber was sollen sie jetzt tun? Schließlich ist die Schweinemilch auch Gottesgabe, die nicht weggeworfen werden kann. Wenn ihr wissen wollt, welche Lösung sie letztendlich finden, solltet ihr euch den Film anschauen.

Diese Milch-Anekdote wurde aus dem Leben des ehemaligen Gastarbeiters Hüseyin Kaya übernommen. Im anschließenden Gespräch mit dem Moderator Ali Aslan, dem Regisseur Neco Çelik und der Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan wurde deutlich hervorgehoben, dass solch kleine Anekdoten der ersten Generation nicht in Vergessenheit geraten sollten, um die Migrationsgeschichte der ehemaligen Gastarbeiter aufblühen zu lassen.

 

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