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Letztens habe ich zu meiner Freundin gesagt, dass ich froh bin, dass wir uns Istanbul 2015 damals noch angeschaut haben.  „Damals noch angeschaut“ bezieht sich in diesem Fall wahrscheinlich darauf, dass ich mich aus heutiger Perspektive eher unwohl fühlen würde in die Türkei zu reisen. Vielleicht ist dieses Gefühl vollkommen ungerechtfertigt.
Aber es ist nun einmal da und hat seine Ursache offensichtlich in dem neuen politischen Weg, den die Türkei seit dieser Zeit eingeschlagen hat. Aus deutscher Sicht finde ich diesen Weg schade, denn Istanbul hat mich damals sehr beeindruckt und ich würde mich sehr gern noch einmal länger auf die Stadt und das Land einlassen.

„Damals, in Istanbul.“ Das kann man ab jetzt eben sagen.

Das Beste, was man in Istanbul machen kann, ist sich zu verlaufen. Einfach losgehen, sich durch die Gassen von Galata treiben lassen und die vielen kleinen Details entdecken, die die Stadt zu dem machen, was sie ist.  Genau das haben wir gemacht und die Stadt und ihre Menschen auf unsere eigene Weise kennengelernt. Ob wir sie verstanden haben, wissen wir nicht.

Aber vielleicht ist genau dieser Zwiespalt zwischen der Orientierung nach Westen wie nach Osten genau das, was Istanbul ausmacht, genau so wie der Bosporus die Stadt in zwei Kontinente teilt. Vielleicht muss man sich ja nicht zwischen diesen beiden Welten entscheiden. Man kann dem Ruf der Moschee folgen und trotzdem abends in den Clubs der Stadt tanzen gehen. Ich fände es schön, würden beide Welten einander und die jeweilig andere Art zu leben respektieren und zulassen. Wenn dem so sein wird, freue ich mich auch wieder auf unseren nächsten Besuch in der Stadt.

Credits:
Marcus Werner

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