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Bühne & Schauspiel

Review: Filmpremiere in der Blogfabrik

Am letzten Wochenende war es soweit: renk. feierte sein erstes große Event in der Blogfabrik mit der Deutschlandpremiere des Films One Million Steps von Eva Stotz.

Wir sind immer noch ganz gerührt von dem beachtlichen Andrang zu dieser Premiere. Die Gezi-Thematik scheint aktueller denn je und nachdem der Film schon auf einigen Festivals gelaufen ist, war die Neugier der Gäste groß. Das Besondere an diesem Abend in der Blogfabrik war vor allem das vielfältige Programm mit einigen special guests wie zum Beispiel dem Künstler Erdal Inci und Schauspieler Attila Oener.

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Nach dem Sektempfang lasen der Buchhändler Edgar Rai und Schauspieler Attila Oener zusammen zwei Dialoge aus der beim binooki Verlag erschienen Sammlung Gezi – eine Anthologie. Dann folgte die lang ersehnte Filmvorführung von Evas mitreißendem Tanzfilm. In One Million Steps erkundet die zauberhafte, stets lächelnde Amsterdamer Stepptänzerin Marije Nie auf ihre ganz eigene, spielerische Art das gigantische, chaotische Istanbul mit all seinen Rhythmen und Klängen. Zu sehen sind erste Begegnungen mit den Menschen der Stadt, die neugierig ihre klangvollen Tanzschritte erst beobachten, dann nachahmen, ihren Rhythmus aufnehmen. Doch nach dem Aufmarsch der Polizei am Taksim-Platz muss auch Marije sich unter Tränengas in einen Hausflur flüchten.

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Die Sprechchöre der Demonstranten, die während des Films im Hintergrund zu hören sind, erweckten bei vielen Zuschauern in der Blogfabrik die Erinnerung an diese hoch emotionale Zeit, viele wollten wahrscheinlich am liebsten lauthals mit einstimmen: »Her yer Taksim, her yer direniş« (zu dt.: Taksim ist überall, überall ist Widerstand).

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Nach einem Q & A mit Eva und der Filmcrew ging es weiter mit außergewöhnlicher Livemusik und Performance: Stepptanz zusammen mit türkischer Saz und Posaune – eine einzigartige Kombination. Marije nahm die Bewegung des im Hintergrund laufenden Videos des Istanbuler Künstlers Erdal Inci auf, rannte und stolperte, ganz wie ihr multipliziertes Ich in dem GIF auf der Leinwand. Die angespannte Stimmung, die Wut und die Flucht während der Gezi-Revolte wurden in ihrer Performance sichtbar. Dann stimmten Bass, Posaune, Saz und DJ mit ein. Unglaublich, aber wahr: Die Künstler trafen sich an diesem Abend zum ersten Mal und schafften es auf wunderbare Weise, sich aufeinander einzulassen und die Gäste zu verzaubern.

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Wir sind sehr glücklich über diesen wunderschönen Abend und sagen DANKE an Eva Stotz, Marije Nie, Moderatorin Şirin Manolya Sak, Atilla Oener, Edgar Rai, den Sponsor Mumm Sekt, Ellen Albers und die Musiker Engin Işık, Hillary Jeffery, Özgür Ersoy, Deniz Mahir Kartal, Lucas Dols und Tim Beutler!

In Zukunft gerne mehr davon!

Credits
Text: Wiebke Finkenwirth
Fotos: Harun Güler

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