Aber was ist mit den Kindern?!

Die Sprache der TERFs

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Hinter vermeintlich harmlosen “Ich habe doch gar nichts gesagt”-Aussagen ist nicht selten eine diskriminierende und gefährliche Hatespeech versteckt.

Diese Form des Gaslightings nennt man DOG WHISTLING. Genau wie der Ton einer Hundepfeife nur von Hunden erkannt werden kann, werden Dogwhistling-Aussagen nur von bestimmten, eingeweihten Personengruppen verstanden (in diesem Fall: TERFs).

In den nächsten Zeilen verwenden wir solche “Dog Whistling” Aussagen. Wenn ihr euch gerade nicht mit Trans- und Queerfeindlichkeit auseinandersetzen wollt oder könnt, schaut euch lieber einen anderen Beitrag an.

Wenn (oft trans oder queere) Personen, die mit Dog Whistling schon vertrauter sind, solche Kommentare als diskriminierend einstufen oder darüber sauer werden, reagieren TERFs so, als hätten sie keine Ahnung gehabt, was sie da sagen, hätten es “nicht diskriminierend gemeint” und versuchen, die trans Person in ein schlechtes Licht zu rücken, indem sie tone policing betreiben.

Tone policing bedeutet, die Person, die zurecht sauer oder traurig über die Diskriminierung ist, als “ungehalten” darzustellen, indem man die Art und Weise/den Tonfall des Gesagten zum Diskussionsinhalt macht und von der eigentlichen Thematik (z.B. in diesem Fall Diskriminierung von LGBTQI+) ablenkt. 

“Aber was ist mit den Kindern?!”

Einer der beliebtesten “besorgten” Slogans von TERFs ist die vermeintliche Sorge um die Kinder. Das beinhaltet die Annahme, Kinder würden die “Kernfamilie” benötigen (Vater, Mutter, Kind), um ideale Aufwachsbedingungen zu erleben. Diese Annahme wird von jeglichen Studien vehement widerlegt.

Die “Sorge” um die Kinder beinhaltet auch die vermeintliche “Frühsexualisierung” von Kindern, die passiere, wenn man sie über Geschlechtsidentitäten, Gender, Sex und Drag aufklären würde. Kinder werden von früh auf, nicht alleine wegen der zugewiesenen, patriarchalen Geschlechterrollen stark sexualisiert. Sie aber über den sensiblen Umgang mit Geschlechtsidentitäten aufzuklären, ist weit von Sexualisierung entfernt.

“Das biologische Geschlecht”

Ohne Zusammenhang wird oft auf dem “biologischen Geschlecht” herumgeritten. Dabei ist der Begriff biologisch fehlplatziert und oft schmerzhaft für trans Menschen. Denn tatsächliche biologische Eigenschaften variieren von Person zu Person, je nachdem ob jemand Hormone zu sich nimmt oder nicht, ob jemand inter* ist usw. Besonders in der Debatte um die Teilnahme von trans Frauen an Leistungssport-Wettkämpfen wurde mit dem Begriff “biologisches Geschlecht” hantiert.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Vielleicht wissen 1/100 Personen tatsächlich nicht, wieso Begriffe wie “biologisches Geschlecht” TERFig sind, vielleicht will diese eine Person es tatsächlich einfach besser wissen und verdient nicht, in Kommentarspalten als TERF betitelt zu werden. ABER: Sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen ist Arbeit, die nicht nur LGBTQI+ Personen selbst leisten sollten. Wenn du also keine TERF bist und heute zum ersten Mal von den Slogans und ihrer versteckten Bedeutung hörst, dann gibt es viel diskriminierungskritische Arbeit aufzuholen!

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